Pflege im Ausnahmezustand: Ein Krankenpfleger berichtet

Pflege im Ausnahmezustand

Ein Krankenpfleger berichtet

Die Pflege befindet sich im Ausnahmezustand, und das nicht erst seit Corona. In diesen Tagen fragen sich viele, wann wir wieder zur Normalität zurück kehren können. Doch für die Pflegekräfte in diesem Land kann es kein Zurück zu Überbelastung und Unterbezahlung geben.

Wir haben Moritz Damoune getroffen. Er arbeitet als Krankenpfleger auf einer Intensivstation an der Berliner Charité. Im Interview erklärt er, warum es nach der Corona-Krise kein "business as usual" geben darf. Unterstützt unserer Aufruf für bessere Pflege!
Zum Aufruf

Aktuell


  1. Unter dem Motto „Profite pflegen keine Menschen!“ hatten Gesundheits- und Pflegebündnisse am 17 Juni bundesweit in acht Städten zu Protesten gegen die Missstände im Gesundheitswesen aufgerufen. In der Coronakrise ist deutlich geworden, dass das marktorientierte Gesundheitsweisen versagt hat. Damit es sich rechnet müssen zum Beispiel Betten und Stationen (fast) immer ausgelastet sein. Wenn der Bedarf dann steigt wie jetzt mit Corona, gibt es keine Reserven.

     

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  2. 500 Euro Gehalt mehr im Monat und 200.000 neue Stellen im Gesundheitswesen forderte DIE LINKE bei einer Demonstration in Erlangen. Unter dem Motto „Danke heißt mehr Gehalt – Applaus heißt Entlastung“ fanden sich am Samstag gut 50 Personen am Rathausplatz zusammen. Mehr Teilnehmende wären aufgrund der Regelungen zum Infektionsschutz auch nicht zulässig gewesen.

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Was wir fordern

  1. 1

    100 000 zusätzliche Pflegekräfte in den Krankenhäusern! 100 000 zusätzliche Pflegekräfte in der Altenpflege - mindestens! Überall fehlt Personal: Das bedeutet Stress und Belastung für die Beschäftigten und gefährdet die Gesundheit von Patientinnen und Patienten. In den der Altenpflege fehlt für ein Drittel der notwendigen Tätigkeiten Zeit und Personal. Wir legen einen Personalschlüssel gesetzlich fest, der den tatsächlichen Bedarf deckt.

  2. 2

    500 Euro mehr Grundgehalt in der Pflege! Arbeit in der Pflege ist wichtig, sie ist schwer, die Beschäftigten sind hoch qualifiziert. Pflege ist mehr wert und muss besser bezahlt werden. Das hilft kurzfristig gegen den Personalmangel. Viele Pflegekräfte haben die Arbeitsbedingungen nicht mehr ausgehalten, wollen aber in den Beruf zurückkehren. Und mehr Auszubildende werden sich für die Pflege entscheiden.

  3. 3

    Pflege gerecht und sicher finanzieren. Statt der Zwei-Klassen-Medizin schaffen wir eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die alle entsprechend ihrem Einkommen einzahlen. Die Beiträge sinken für alle, die weniger als 6300 Euro Einkommen haben. Gute Arbeit in der Altenpflege darf nicht auf Kosten von Patientinnen und Patienten, Gepflegten und ihren Angehörigen gehen. Wir bauen die Pflegeversicherung zu einer solidarische Vollversicherung um. Die Eigenanteile entfallen, d.h. niemand muss mehr etwas zusätzlich für die Pflege bezahlen.

  4. 4

    Krankenhausschließungen verhindern! Statt langen Anfahrtswegen bleiben Krankenhäuser wohnortnah, auch und gerade in ländlichen Regionen.

Was ist das Problem?

Die Missstände in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind bekannt. Warum gibt es einen Pflegenotstand? Was kann man tun? Was will DIE LINKE? Wir beantworten eure Fragen! 

Fragen und Antworten

Themenseite: Corona

Alle aktuellen Entwicklungen, Hintergründe und Stellungnahmen aus der LINKEN zum Thema Corona auf unserer Themenseite. 

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Aktiv gegen den Pflegenotstand

Was läuft? Wirf einen Blick in unsere Kampagne mit Fotos und Erfahrungsberichten von Aktiven vor Ort. 

Aktionen
Pflegenotstand stoppen! Protest vor dem Bundeskanzleramt

Gemeinsam mit Vertreter*innen des Berliner Bündnisses für mehr Personal im Krankenhaus hat DIE LINKE im Rahmen ihrer Kampagne "Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen!" vor dem Bundeskanzleramt gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung protestiert und der Forderung nach 500 Euro mehr Gehalt für Pflegekräfte Nachdruck verliehen.

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Gesundheit und Pflege in den Medien


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