Janine Wissler

Helios-Streiks: Den Krankenhaus-Beschäftigten den Rücken stärken

Zum heutigen bundesweiten Streik an Helios-Kliniken sagt Janine Wissler, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Helios' "Angebot" an die Beschäftigten ist nichts anderes als eine Reallohn-Kürzung. Das ist eine Unverfrorenheit gegenüber den Pflegekräften, zumal mitten in der Pandemie. Gleichzeitig hat der Konzern angekündigt, zum 28. Mal in Folge die Dividende zu erhöhen.

Dieser Gegensatz zwischen der Knauserigkeit gegenüber denen, die für die Gesundheit der Menschen arbeiten und der Freigiebigkeit gegenüber den Investoren, zeigt deutlich: Die Privatisierung der Gesundheitsversorgung ist ein Fehler.

Im Gesundheitswesen muss die Gesundheit der Menschen im Fokus stehen, nicht der Profit der Investoren. Für gute Gesundheitsversorgung brauchen wir ausreichend Personal und das hat Anrecht auf faire Bezahlung.

Nur mit einem deutlichen Lohnaufschlag werden wir insbesondere den Pflegeberuf so attraktiv machen, dass der Pflegenotstand behoben werden kann. Die Linke schlägt dazu einen sofortigen Aufschlag von mindestens 500 Euro auf alle Pflegegehälter und einen Pflege-Mindestlohn von 14,50 auch für Pflege-Hilfskräfte vor.

Ich würde mir wünschen, dass all diejenigen, die am Anfang der Krise für die Pflegekräfte geklatscht haben, sich jetzt ganz praktisch an die Seite der Beschäftigten in den Helios Kliniken stellen. Dass sie zu den Mahnwachen kommen oder in anderer Form Helios deutlich zeigen, was sie von dieser Geschäftspolitik halten.

Dass die Beschäftigten in den Krankenhäusern noch immer derart um jeden Cent Gehaltserhöhung kämpfen müssen ist auch ein Versagen von Gesundheitsminister Spahn, der trotz vieler wohlklingender Worte für keine substantielle Verbesserung der Situation gesorgt hat.

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