5 Euro „Corona-Belohnung“ für Klinikbeschäftigte

Eigentlich sollen Geschenke Freude bereiten. Aber es gibt auch Geschenke, die sind schlimmer als gar nichts zu bekommen, denn statt für Freude sorgen sie für Empörung und Ärger. Wer dachte, dass mit den folgenlosen warmen Worten und Applaus oder der von Gesundheitsministerimitator Jens Spahn versprochenen mickrigen Einmalzahlung für Pflegekräfte bereits der Tiefpunkt im Umgang mit den Coronaheld:innen erreicht wurde, hat sich getäuscht.

Beschäftigte des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Heliosklinik in Meiningen (Thüringen) konnten es kaum glauben: Als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz im Coronajahr hat ihnen ihr Arbeitgeber Helios einen Fünf-Euro-Gutschein zukommen lassen, damit sie sich „einen Herzenswunsch“ erfüllen können. Das Entsetzen und die Enttäuschung unter den Beschäftigten war groß, eine angemessene Anerkennung sieht wahrlich anders aus.

Dabei ist es wahrlich nicht so, als ob sich Helios nichts leisten könnte: Die Helios-Klinikgruppe erzielt einen Jahresumsatz von ca. 9 Milliarden Euro und gehört zum Gesundheits-Konzern Fresenius, der über 35 Milliarden Euro Umsatz macht. Für DIE LINKE ist klar: Die Beschäftigten gehören ordentlich bezahlt und Krankenhäuser in öffentliche Hand.

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