Unbefristeter Streik bei Ameos-Kliniken für bessere Arbeitsbedingungen

Ärzte und Pflegekräfte mehrerer Ameos-Kliniken in Sachsen-Anhalt sind am Montagmorgen dem Aufruf von ver.di und Marburger Bund gefolgt und in den unbefristeten Streik für bessere Arbeitsbedingungen getreten.

Die Kolleg*innen und ver.di kämpfen für einen Anwendungstarifvertrag zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Der Gesundheitskonzern Ameos bedient sich in dem Arbeitskampf ruppiger Methoden in Wild-Ost-Manier: Vierzehn Kolleg*innen wurden bereits wegen des vorherigen Warnstreiks von Ameos fristlos gefeuert, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Holger Waack beurlaubt. Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft lehnt Ameos ab, denn Tariflöhne gefährden angeblich den Fortbestands der Ameos-Krankenhäuser. Soll heißen: sie würden die Profite des Gesundheitskonzern schmälern. Außerdem drohte der Arbeitgeber im Falle eines Streiks mit dem Abbau von 800 Stellen. Die Beschäftigten haben sich nicht einschüchtern lassen und auf diese Drohungen bei der Urabstimmung eine entschiedene Antwort gegeben: 99,7% der ver.di-Mitglieder votierten für den Erzwingungsstreik.

DIE LINKE erklärt ihre Solidarität mit den streikenden Beschäftigten und mit gefeuerten Kolleg*innen. DIE LINKE streitet für bessere Arbeitsbedingungen in allen Krankenhäusern durch die Einstellung von zusätzlichen 100.000 Pflegekräften, eine bedarfsgerechte gesetzliche Personalbemessung und eine Gehaltszulage von 500 Euro für alle Pfleger*innen. Krankenhäuser wie Ameos und Asklepios, die Tarifverträge bekämpfen, gehören in öffentliche Hand, um Lohndumping, Arbeitshetze und gewerkschaftsfeindlicher Praxis einen Riegel vorzuschieben.

Zur Solidaritäserklärung des Parteivorstandes der LINKEN

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